CK08: Viva La Diva – Der ESC 2014


Der Eurovision Song Contest 2014 aus Kopenhagen ist vorbei und halb Europa scheint völlig gebannt von der österreichischen Sensation Conchita Wurst. Mit ihrem Song ‚Rise Like A Phoenix‘ gewann sie den diesjährigen Wettbewerb und verpasst somit konservativen Staatsoberhäuptern einen Denkzettel. Julian Miller, Sebastian Lätsch, Manuel Nunez Sanchez und Glenn Riedmeier diskutieren die Frage, wie politisch der ESC dieses Jahr nun war und ob Conchitas Song verdient gewonnen hat. Außerdem erörtet das Panel den deutschen Beitrag von Elaiza und andere denkwürdige Auftritte, vom heimlichen Favoriten bis zur Trash-Perle. Des Weiteren spricht das Team über die Show aus Kopenhagen, die Pre- und Aftershow von der Reeperbahn und über die Rolle des ORF als Host der Veranstaltung im kommenden Jahr. Zu Gast auch dieses mal: Brigitte Büscher, die Euer Feedback zu den letzten Ausgaben von Coopers Kaffee verliest und kommentiert. #JoinUS

Timecodes:

00:00:00 Begrüßung und Glennpunkt  //  00:03:45 Conchita Wurst als verdiente Gewinnerin?  //  00:15:20 Die Votings der Jury  //  00:17:22 Ideenklau beim ESC?  //  00:19:20 Unsere Favoriten und Worst Cases  //  00:33:12 Songs für die Ewigkeit  //  00:40:22 Elaiza: Polka und Country beim ESC  //  00:47:15 Die Showanalyse  //  00:55:00 Der ORF als Host und mögliche Moderatoren 2015  //  01:01:42 Feedback und Verabschiedung

Folge direkt herunterladen

6 Gedanken zu „CK08: Viva La Diva – Der ESC 2014

  1. Das war er also, der ESC. Ich persönlich habe Schweden vorne gesehen. Österreich hab ich auf Platz 9 getippt, aber ich kann mit dem Sieg gut leben. Schade fand ich, dass „Cake To Bake“ von Aarzemnieki im Halbfinale rausgeflogen ist. Ich mochte den irgendwie.

    Um den ESC zu gewinnen brauch es seit vielen Jahren ja eigentlich meistens eine Ballade oder eine Uptempo-Nummer. Von daher konnte man erahnen, dass Elaizas Folk-Pop-Polka „Is It Right“ keine CHancen auf den Sieg hatte. Sie hätten lieber mit einem anderen Song aus ihrem aktuellen Album antreten sollen. Ich persönlich wäre für „Lemonade“ gewesen.

    Alte ESC-Songs, die heute noch in meiner Playlist sind:
    – Andrea Demirovic – Just Get Out Of My Life (auch wenns von Siegel ist)
    – Lordi – Hard Rock Hallelujah
    – Marija Šerifović – Molitva (einfach eine großartige Ballade)
    – Lena – Satellite
    – Eric Saade mit Popular (hatte damals drauf getippt, dass er gewinnt. Schade, dass es nicht ganz geklappt hat. Die Nummer ist einfach großes Dance-Pop-Kino. Ich kann alle seine Alben nur empfehlen. Von seinem aktuellen Album empfehle ich besonders den Song „Boomerang“.)

  2. Erst mal zum Glennpunkt: Ich habe das Quizduell erst später verfolgt, aber vielleicht habe ich Jörg Pilawa Unrecht getan, als ich ihn so gar nicht bei „Wetten dass…“ wollte, wenn der doch so spontan kann… Aber hätte wenn und aber, zum ESC:
    Ich schau ja auch gerne darauf, wie sich die Songs später in den Charts schlagen, weil mein Geschmack nicht so repräsentativ ist. Taucht schon einiges auf, und wie bunt gemischt! Spricht nur für die Relevanz, die der ESC inzwischen hat. Meine Freundin richtet ihre traditionelle Feier aus seit Michele da war, und danach haben wir ja einige Tiefs erlebt. Eine Zeit übrigens, in der Deutschland regelmäßig 12 Punkte über Telefonvoting an die Türkei gegeben hat.

    Mein Favorit war Holland, und das schöne in diesem Jahr war auch, wie offen das Ergebnis war. In den letzten Jahren hatte ich immer das Gefühl, es gab einen Favoriten bei den Buchmachern und, der hat sich erwartungsgemäß durchgesetzt, wo man sich später fragte:War das wirklich der Song oder nur die Favoritenrolle?
    Mit Conchita kann ich nicht zuletzt deshalb so gut leben, weil unsere Gastgeberin die so gut fand. Meine Stimme war praktisch nach dem ersten Halbfinale (hat das eigentlich jemand mit den Twitter-Kommentaren auf einfestival gesehen? Danke für Phönix!) vergeben. Das zweite habe ich nicht gesehen, aber irgendwie ist es glaube ich kein so großer Vorteil, wenn man im Vorfeld qualifiziert ist. Da hätte im Finale abe echt was kommen müssen, um mich noch umzustimmen.
    Um „Cake to bake“ fand ich es auch schade. Außerdem fand ich Island super. Wie ich es fast arrogant finde, die Spass-Titel immer den anderen zu überlassen, weil wir wollen ja gewinnen und nicht die Leute unterhalten oder im Gedächtnis bleiben…
    Unser Beitrag war in unserem Vorentscheid echt gut. Ich möchte mir auch nicht vorsstellen, wie das mit Unheilig oder Santiano ausgesehen hätte.
    Vor ein paar Jahren hielt man noch Tokio Hotel und Scooter für unsere einzige Chance auf eine gute Platzierung. Da lerne ich lieber beim Vorentscheid ein paar nette neue Bands kennen und schneide halt mäßig ab.

    Beim ORF kenne ich mich als Nordlicht mal so gar nicht aus, aber gerade Joko und Klaas wären für mich so fremd in diesem Umfeld wie Helene Fischer als deutsche Punktevergeberin. Einfach blind auf einen Trend aufgesprungen, der mit ESC nichts zu tun hat.

    Meine ESC-Favorites sind neben den aktuellen auch Gitter Jaanis Rockefellers Street, Jedward, Sidsel Ben Semmane „Twist of Love“ (der dänische Beitrrag von 2006) und die Klassiker, die ab und an bei der Radio-Station meine Vertrauens gespielt werden, z.B. die Olsen Brothers. Der Thürnau haut schon mal gerne einen raus. A prospros: Was haltet ihr eigentlich vom neuen „Bingo“, jetzt mit ohne Conni und so?

    • Jaaa… noch ein Rockefeller Street Fan!
      Die Änderungen bei Bingo gleichen einem Skandal und sind mindestens einen Glennpunkt wert. Also auf Conni kann ich persönlich fast verzichten, aber uns unsere Moni wegzunehmen ist einfach nur frech. Auch aufgefallen, dass die Spitzen zwischen Monika und Michael immer ärger wurden? Da gabs glaube ich generell schlechte Stimmung. Au wei und das neue Design ist mir viel zu hektisch.

  3. Es ist schon erstaunlich, dass der niederländische Beitrag auf Platz 3 der deutschen Single-Charts eingestiegen ist. Der Siegersong selbst „nur“ auf Platz 5. Irgendwie scheint er ja den Nerv vieler Leute zu treffen. Ich bin in der Hinsicht wohl in der Minderheit, da mich der Song nicht wirklich erreicht. Vom Beat her klingt der Song imo sehr stark nach „Every Breath You Take“ von „The Police“.

  4. Ja, die musikalische Untermalung von „Calm After The Storm“ erinnert gerade im instrumentalen Teil zu Beginn tatsächlich etwas an „Every Breath You Take“, da stimme ich zu. Ich persönlich muss gerade jetzt mit etwas Abstand schon sagen, dass die Common Linnets für mich das musikalische Highlight des Abends waren, so gesehen freut mich auch der internationale Charterfolg sehr. Wobei ich auch nach über zwei Wochen noch immer sehr, sehr positiv überrascht über den Erfolg gerade in der Show bin.

  5. Ich gehe davon aus, dass Andi Knoll (bisheriger Kommentator der Übertragung) den Songcontest moderieren wird. Stermann und Grissemann kann ich mir schwer vorstellen und Joko und Klaas halte ich auch für ausgeschlossen. Es ist ohnenhin eine undankbare Arbeit, da man kaum Spielraum hat und die nationalen Kommentatoren in die Moderation reinquatschen, sodass die Moderation kaum wahrgenommen wird.
    Spannender ist die Debatte über den Austragungsort: Länger war eine Freiluftveranstaltung vor dem Wiener Rathaus im Gespräch. Allerdings war kürzlich zu lesen, dass die EBU-Richtlinien das nicht gestatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *